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Jochen Reinert, geb. 23.12.1972,

Zu meiner Behinderung bin ich im Alter von 3 Jahren gekommen. Mein rechtes Bein musste oberhalb des Knies wegen eines Tumors amputiert werden. Mit sieben bin ich dann zum Behindertensport gekommen.

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Angefangen habe ich mit Sitzball, mit 11 mit dem Schwimmen begonnen, Rollstuhlbasketball gespielt und 1991 bis 1992 einen kleinen Abstecher in die Leichtathltik gemacht. In den letzten Jahren habe ich mich hauptsächlich auf den Sitzball konzentriert und gehöre dort zu den besten Angriffspieler in Europa. Leider ist Sitzball keine paralympische Disziplin. Ich fand es immer schade, dass ich mit dem Sitzball nie zu den Paralympics kommen konnte.

2007 habe ich mit einem gebrauchten Handbike angefangen, als Ausgleichssport ein bißchen Handbike zu fahren. Das Training hat mir immer mehr Spaß gemacht und 2009 habe ich mir dann ein Rennbike gekauft und es 3 Tage vor dem Heidelbermarathon bekommen. Dort bin ich dann mein erstes Rennen gefahren und seither bin ich begeisterter Handbiker. Nach dem Rennen in Heidelberg habe ich dann angefangen richtig zu trainieren, habe mir einen Trainingsplan gemacht und viel trainiert und konnte mich dann in Frankfurt bereits unter die besten 30 der Gesamtwertung fahren. In Heidelberg war ich noch 79. Während dieser Zeit ist ein Wunsch in mir gereift. Ich möchte zu den Paralympics 2012 in London. Es wird ein trainingsintensiver und kostspieliger Weg werden und ein Weg, den es sich lohnen wird zu gehen. Im Oktober bin ich dem Radsport-Team-Lutz beigetreten. Ein kleiner Radsportverein, der mich ab sofort unterstützen wird.

Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Frau Ilona und ihren zwei Kindern in Appenweier. Von Beruf bin ich selbständiger Kaufmann und führe eine kleine Firma die Buttons herstellt und Button- maschinen verkauft. In meiner verbleibenden Freizeit beschäftige ich mich intensiv mit Spiritualität insbesondere dem Schamanismus und systemischen Prozessen.

Eine Handbikesaison ist teuer. Wenn ich alle Rennen fahren will, die ich mir vorgenommen habe, brauche ich schon ca. 5000 Euro alleine für die Fahrt- und Übernachtungskosten. Ein paar Komponenten für mein Bike brauche ich auch noch um das Optimale rauszuholen und in der Firma muss ich meine Fehlzeiten ausgleichen in dem ich zusätzliche Stunden meiner Mitarbeiter bezahlen muss.

Ich bedanke mich bei allen Sponsoren und allen die mich unterstützen. Bei meiner Frau für Ihre Geduld und die Zeit in der sie auf mich verzichtet, bei meiner Geschäftspartnerin Tina, für Ihr Verständnis für meine Ziele und die Mehrarbeit in der Firma, bei meinem Bruder für seine Unterstützung im Geschäft, bei Sonia Emilia für die Begleitung auf meinen spirituellen Pfaden, bei Jochen Lutz vom Radsport-Team und bei allen Sponsoren, die mich auf meinem Weg begleiten.
 

raus bei schönem Wetter...

Prot1

für Alles kann man die Prothese wirklich nicht brauchen...
Foto: Hans-Georg Unterreiner

Prot2

kein Berg zu hoch, kein Weg zu steinig...
Foto: Heidi Reich

Trommel1

Das Einzige was ich noch nie gekonnt habe ist Stillsitzen...
Foto: Karin Zimmermann

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